Kieferorthopädie bei Erwachsenen

Die Kieferorthopädie bietet auch im Erwachsenenalter vielfältige Möglichkeiten, Zahnfehlstellungen zu korrigieren.

Durch einen perfekten Biss lassen sich eventuell bestehende Schwierigkeiten beim Essen, Kauen und Sprechen beseitigen.

Ein attraktives Aussehen und ein ungezwungenes, natürliches Lachen gehören dabei zu den angenehmen Nebenwirkungen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Therapiemöglichkeiten, die sich besonders zur Behandlung erwachsener Patienten eignen, vorstellen.

Herausnehmbare Korrekturmöglichkeiten bei leichten Fehlstellungen

Auch leichte Fehlstellungen können das ästhetische Wohlbefinden beeinträchtigen.

In solchen Situalionen muss nicht immer eine feste Zahnspange eingesetzt werden.

Die Schienen-Therapie ermöglicht die Korrektur leichter Fehlstellungen oder kann der Sicherung eines bereits erreichten Behandlungsergebnisses dienen.

Die Schiene besteht aus transparentem Kunststoff und kann auch im Alltag unauffällig getragen werden.

Invisalign: Die fast unsichtbare Zahnregulierung

Mithilfe der Invisalign-Behandlung können leichte bis mittelschwere Zahnfehlstellungen behandelt werden.

Die komfortable Zahnspange ist kaum sichtbar und ermöglicht somit eine ästhetische und hygienische Begradigung der Zähne.

Schon vor Beginn der Behandlung kann an einem virtuellen Computermodell veranschaulicht werden, welches Ergebnis erreicht werden kann.

Nach der ärztlichen Diagnose werden mit Hilfe modernster computergesteuerter 3D-Bildtechnik eine Reihe maßgeschneiderter transparenter Aligner hergestellt.

Diese für jeden Patienten individuell angefertigten Schienen werden in vorgegebener Abfolge getragen und regelmäßig gewechselt.

Auf diese Weise werden die Zähne im Ober- und Unterkiefer nach und nach bewegt bis die Zähne begradigt sind.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die durchsichtigen Behandlungsschienen zum Essen herausgenommen werden können, was eine optimale Mundhygiene ermöglicht.

Wir arbeiten bereits seit 2006 mit der Invisalign-Technologie und haben nach einer Vielzahl von erfolgreichen Behandlungen den Invisalign „Platin plus“-Status erreicht.

Das Damon-System

Damon ist ein mechanisches System, das den biologischen Gegebenheiten entgegenkommt.

Bei herkömmlichen Brackets befestigt man den Bogen durch Draht- oder Elastik-Ligaturen – der Bogen kann sich in horizontaler Richtung nicht bewegen und nachgeben, wenn es die Zahnbewegung erfordern würde.

Das Damon-System ermöglicht durch sein spezielles selbstligierendes System, dass sich der Bogen frei im Bracket bewegt und so mit bereits sehr geringen Kräften Zahnbewegungen durchgeführt werden können.

Leichte Kräfte sind biologisch verträglicher, sie arbeiten mit Ihrem Körper im Sinne einer sanfteren und schnellen Zahnbewegung.

Die Belastung des Knochens und der Weichgewebe wird auf ein Minimum reduziert, was dem Wohlbefinden des Patienten zugute kommt.

Dies bedeutet auch: weniger Spannungsgefühle, einen schnelleren Erfolg und weniger Praxistermine auf Ihrem Weg zum neuen Lächeln.

Keramikbrackets

Für noch mehr Komfort und Ästhetik.

Die aus Keramik gefertigten Brackets entsprechen in ihrer Funktionsweise der bereits beschriebenen Technik selbstligierender Brackets aus Metall, sind aufgrund ihrer Farbe jedoch unauffälliger als diese.

Lingual-Technik

Sollte es erforderlich sein, dass von der festen Zahnspange nichts zu sehen sein darf, können wir Ihnen die Behandlung mit der Lingual-Technik bieten.

Die Apparatur wird innen hinter den Zähnen angebracht und ist so für andere „unsichtbar”.

Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD)

Die Fehlstellung der Zähne oder die Folgen eines Traumas (Schlag gegen oder Sturz auf den Unterkiefer) können den Unterkiefer in eine unnatürliche Lage zwingen.

Die dadurch bedingte Fehlstellung des Kiefergelenks kann vielfältige Beschwerden, wie migräneartige Kopfschmerzen, starke Ohrenschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwindel oder Augenprobleme hervorrufen.

Ziel der Therapie ist es, den Patienten aus seiner Zwangshaltung herauszuführen, die erreichte Verbesserung zu stabilisieren und damit die Beschwerden nachhaltig zu reduzieren.

Während der gesamten Behandlung arbeiten wir eng mit entsprechend spezialisierten und qualifizierten PhysiotherapeutInnen (CRAFTA) zusammen.

Dysgnathie-Chirurgie

Einige, meist genetisch bedingte, extreme Kieferfehlstellungen können mit den bereits beschriebenen Methoden nicht erfolgreich behandelt werden.

In diesen Fällen muss ergänzend zur kieferorthopädischen Behandlung ein operativer Eingriff zur Herstellung einer funktionsfähigen Kausituation erfolgen.

Hierbei nutzen wir die in Heidelberg gut vernetzte Zusammenarbeit mit ansässigen Kieferchirurgen wie auch mit der Universitätsklinik, um Patienten mit dieser Problematik interdisziplinär zu unterstützen.